Über mich | Stephanie Laarmann, HerzRaumAkademie

Hi, ich bin Steffi

Ich rede nicht über Dinge, die ich aus Büchern habe. Ich rede über das, was ich selbst durchlebt habe.


Über zwanzig Jahre habe ich in einem großen Konzern gearbeitet, zuletzt als Teamleiterin. Ich habe gelernt, was Führung bedeutet. Nur eben im Job. Und nicht zu Hause, in meiner Familie. Da, wo es am meisten zählt.


Denn ich bin selbst Mama von zwei Söhnen. Und bei meinem Großen stand irgendwann ADHS im Raum.

Der Punkt, an dem ich nicht mehr konnte

Es gab eine Zeit, in der jeder Tag ein Drama war. Nach außen war mein Sohn angepasst. Still, schüchtern, wollte es allen recht machen und traute sich nicht, seine Meinung zu sagen. Und zu Hause platzte dann die Bombe. Bei anderen Kindern ist es umgekehrt, da knallt es in der Schule und zu Hause ist Funkstille. Am Ende ist es dasselbe: Der Druck muss irgendwo raus.

Wutausbrüche, die kippten. Ein Kind voller Ängste, das nicht mehr zur Schule wollte und kaum noch schlief. Ein Familienleben, das nur noch aus Anspannung bestand. Ich konnte nicht mehr arbeiten gehen und war permanent im Alarm.

Ich habe alles gemacht, was man dir in so einer Situation rät. Termine, Diagnosen, Methoden. Du kennst das wahrscheinlich nur zu gut.

Wir haben sogar Medikamente versucht, weil wir mit dem Rücken zur Wand standen. Aber tief in mir wusste ich immer, dass das nicht unser Weg ist.

Und dann kam der Abend, an dem der Notarzt in meinem Wohnzimmer stand. In diesem Moment habe ich den größten Schmerz meines Lebens gespürt und gedacht: Ich habe als Mutter versagt.

Der Moment, an dem ich aufgehört habe zu suchen

Das war der Punkt, an dem ich wusste, dass es so nicht weitergehen kann. Etwas musste sich ändern, nicht an ihm, sondern an mir.

Ich habe irgendwann verstanden, dass ich die ganze Zeit am falschen Ende gezogen hatte. Ich habe aufgehört, im Außen nach der nächsten Lösung zu suchen, und angefangen, bei mir selbst hinzuschauen.

Und plötzlich veränderte sich nicht nur mein Blick auf meinen Sohn, sondern unsere ganze Beziehung wurde eine andere.

Heute haben wir es geschafft 

Seit ich begonnen habe, an mir selbst zu arbeiten, hat sich zu Hause alles entspannt.

Inzwischen lebt mein Sohn ohne Medikamente, und auch seine Diagnose hat sich aufgelöst.

Früher hat mein Sohn sich in der Schule den ganzen Tag zusammengerissen, und zu Hause ist er dann explodiert. Heute ist er selbstbewusst. Er spricht seine Wahrheit, er lässt sich nicht mehr in eine Form pressen, die nicht zu ihm passt, und gleichzeitig hat er gelernt, damit umzugehen. Er kommt klar, er hat seinen Weg gefunden. Er steht für sich ein.

Er ist ganz er selbst geworden. Und bei uns zu Hause ist Ruhe eingekehrt.

Jetzt führen wir das Familienleben, von dem ich immer geträumt habe.

Was ich heute mache

Heute begleite ich Mamas, die genau an diesem Punkt stehen. Deren Kind zu Hause explodiert oder in der Schule aneckt. Die spüren, dass da ein anderer Weg sein muss, und noch nicht wissen, wo er anfängt.

Ich rede nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus dem wahren Leben.

Wenn du das gerade liest und denkst, sie meint mich, dann lass uns sprechen.

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